Weitere Kostensteigerung beim Museum

Nach fast 1 ½ Jahren ist es der Verwaltung endlich gelungen, eine aktuelle Kostenschätzung für den Umbau des ehemaligen Pfarrzentrums in der Feldbergstraße vorzulegen. Und es überrascht nicht, dass die Kosten weiter aus dem Ruder laufen.

So ist aus den 1,2 Millionen Euro, die Grundlage bei dem damaligen Bürgerentscheid waren, inzwischen ein Betrag von 3,5 Millionen geworden. Zieht man den Kaufpreis und die Renovierung der Hausmeisterwohnung hinzu, landet man bei ca. 4,5 Millionen. Und das ist aus Sicht der FDP noch nicht das Ende der Fahnenstange. Denn weitere zusätzliche Mehrkosten für den Umbau, die Gestaltung der Außenanlagen und die noch gar nicht enthaltenen berechneten Aufwendungen für die Inneneinrichtung kommen noch hinzu. Und über die Folgekosten für die Unterhaltung des Gebäudes gibt es auch keine klaren Berechnungen.

Damit bewahrheitet sich leider das, was die Kelkheimer FDP schon vor dem Bürgerentscheid befürchtet und seinerzeit als Argument gegen einen Umbau genannt hat.

Unverständnis erzeugt auch die heutige Argumentation zu den Mehrkosten. Da würde sich ein privater Bauherr die Haare raufen, wenn er ein Projekt vor Beginn der Arbeiten so kalkuliert. Z.B. beim Brandschutz zu erklären, dass zusätzliche Kosten eigentlich keine Mehrkosten sind, weil sie eh angefallen wären, ist schon recht eigenartig. Und Kosten, die nicht dem Museum, sondern dem „Kulturzentrum“ zuzurechnen sind, sollen auch gesondert betrachtet werden.

Der Bürgermeister spricht davon, dass viele Bürger sich den Erhalt des großen Saals gewünscht haben. Die Frage stellt sich nur, wofür und von wem dieser Saal genutzt werden soll. Der AKK, Hauptnutzer des ehemaligen Saals, hat inzwischen ein neues Domizil gefunden. Und in anderen Sälen wie z.B. der Stadthalle sind heute noch erhebliche Kapazitäten frei.

Noch einmal zu den Kosten: Ganz abgeduckt habe sich die damaligen Initiatoren des Bürgerentscheids. Haben sie seinerzeit den Bürgern noch weiß gemacht, dass die Umbaukosten 1,2 Millionen Euro betragen werden und die Finanzierung gesichert ist, hört man von ihnen heute keine Kommentare mehr zu der bedenklichen finanziellen Entwicklung bei diesem Projekt. Bleibt zu hoffen, dass sie sich bei künftigen Projekten in Kelkheim mit ihren Meinungen zurückhalten oder zumindest sich im Vorfeld  genauer über die Folgen ihres Handelns Gedanken machen.


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